MEDIENMITTEILUNG / MARKTPLATZ FÜR FREIWILLIGEN ARBEIT
Grosser Bahnhof für Freiwilligenarbeit
Berner Institutionen stellen 100 Einsatzmöglichkeiten vor
Am 12. November um 11.00 Uhr wird Gemeinderätin Edith Olibet den dritten Marktplatz Freiwilligenarbeit in der Stadt Bern eröffnen. Diesmal mitten im Bahnhof, um möglichst vielen Passanten die abwechslungsreichen Einsätze für Freiwilligenarbeit zeigen zu können. Erstmals mit dabei sind unter anderem ICYE Schweiz, Internationaler Kulturaustausch und das Blinden- und Behindertenzentrum Bern.
Friedensförderung durch Völkerverständigung strebt die nach dem zweiten Weltkrieg gegründete Organisation ICYE an. Durch das Seite an Seite arbeiten sollen Vorurteile abgebaut und Beziehungen zu Land und Leute geschaffen werden. In der Schweiz ermöglichen das rund 70 junge Erwachsene, durch Freiwilligeneinsätze. Viele von ihnen waren selbst „Volunteer“ und engagieren sich, damit andere ebenfalls gute Erfahrungen in der Fremde sammeln können. Im Raum Bern sind in diesem Herbst ein junger Mann aus Bolivien, ein Amerikaner, eine junge Frau aus Mosambik und eine Ghanaerin im Kulturaustausch.
Einzelbegleitung bedingt gegenseitige Sympathie
Ein Grossteil der Freiwilligen im Blinden- und Behindertenzentrum ist in der Einzelbegleitung tätig; dort müsse „die Chemie stimmen“ erklärt Trudy Aebischer, Leiterin Wohnhäuser und Hausdienste des Zentrums. „Die Bewohnerinnen sollen direkt und offen ‚brichten’ dürfen. Eine solche Begleitung bedingt ein Vertrauensverhältnis und Einfühlungsvermögen. Der Wille des behinderten Menschen ist zu respektieren und sein Potential zu achten“, dies sind die besten Voraussetzungen für einen Einsatz. Trudy Aebischer bedauert die kleine Zahl von Männern die sich bei ihnen meldet denn: „Im Pflegebereich sind generell mehr Frauen tätig, unsere männlichen Bewohner würden sich gerne von einem Freiwilligen begleiten lassen.“
Freiwilligenarbeit 2009
Doris Widmer, Geschäftsleiterin der Agentur Benevol Bern berichtet zum laufenden Jahr: "Wir freuen uns, dass sich immer mehr Männer bei uns melden! Bei den Neuanmeldungen machen diese zwischen 35 und 42 Prozent aus. Die Arbeitsmarktlage wirkt sich auch auf Benevol aus: in den letzten zwei Jahren ist die Zahl der erwerbslosen Personen um 7 Prozent gestiegen." Insgesamt sind bei Benevol Bern 1'160 Personen registriert.
Durch einen Einsatz gewinnen Freiwillige einen Nutzen: sie lernen bisher unbekannte Tätigkeitsgebiete kennen und schaffen sich ein neues Netzwerk. Bei der Arbeitssuche sind solche Erfahrungen und Referenzen hilfreich. Freiwilligenarbeit reicht von der kleinen Handreichung bis zum regelmässigen Engagement für Andere. Der Nutzen der Freiwilligenarbeit für die Gesellschaft ist erwiesen und die Wertschätzung der Freiwilligen stieg nicht zuletzt auch durch die Einführung des Sozialzeitausweises, der die Fähigkeiten und Kompetenzen aufzeigt.
Der Marktplatz Freiwilligenarbeit ist ideal um herauszufinden welche Organisation, welches Einsatzgebiet einem liegt. Ob eine Arbeit im stillen Kämmerchen oder mitten unter den Leuten, eine Betreuungs- oder Kampagnenarbeit – im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Berner Institutionen können sich die Besucherinnen und Besucher des Marktplatzes ein klares Bild machen über ihren künftigen freiwilligen Einsatz.
![]() Weitere Informationen und Interviewvermittlung mit Freiwilligen: Doris Widmer, Benevol Bern, Tel. 031 312 2 312, 079 477 34 43, info@benevolbern.ch |
